| Das Oltrepò Pavese
ist ein dreieckiges, zwischen Ligurien, Emilien und Piemont liegendes
Gebiet, das der nördlichste Teil der Bergkette des Apennins bildet.
Genau wegen seine strategische Lage wurde es in der Vergangenheit von
den Salzwegen, von den Pilgern auf ihren Weg zur Heilige Stadt und von
den sich in der Poebene bewegenden Völkern durchgequert.
Canneto Pavese ist ein kleines Dorf, dessen Wichtigkeit
immer mit der Weinbauerzeugung zusammenverbunden war (bis vor einigen
Jahren war das Verhältnis zwischen Weinbauoberfläche und Gesamtoberfläche
das höchste Italiens). Im XIX Jahrhundert erhielten schnell die hier
erzeugten sehr starke und körperreiche Weine einen großen Erfolg
im ganzen Gebiet, und wurden sie auch nach Übersee exportiert, Dank
ihrer großen alkoholischen Anteil, die eine sehr gute Erhaltung
garantierte. In der zweiten Hälfte des XX Jahrhunderts hat der Bedarf
an billigere Weine Probleme für die Erhaltung jener in unzugänglichen
Gegenden liegenden Weinbergen von höheren Qualität verursacht.
Denke man nur an diesen Gegenden mit faszinierenden Ortsnamen wie Monte
Bruciato, Montuè und Solinga, wo viele Weinberge Jahre lang vernachlässigt
wurden; nur heutzutage sind sie von jungen Erzeugern wieder entdeckt worden.
Der Weinbetrieb „Picchioni Andrea“ besteht
aus sieben im Solinga Tal auf einem südlich gerichteten Hügel
liegenden Hektaren von Land, wo tiefe Anklänge aufgelöstes,
sogar steiniges Boden auf Steilhänge hinaufklettern. Die Sonneneinstrahlung
der zahlreichen und langen Sommertagen verteilt der Weintrauben alle die
für einen richtigen Reifeprozess notwendige Energie; die Weinreben
sind daher gezwungen, für jeder Wassertropfen zu kämpfen.
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